Was sind Terpenoide und Terpene?

Gemeinsam mit den Flavinoiden sorgen Terpene und Terpernoide für den Geschmack und Geruch des guten Grüns aus dem Odenwald.

 

Terpene sind eine große, heterogene Gruppe flüchtiger chemischer Verbindungen, die hauptsächlich in den ätherischen Ölen von Pflanzen zu finden sind. Die Forschung kennt etwa 8.000 verschiedene Terpene, von denen viele antimikrobiell wirken und die nicht zuletzt deshalb schon seit mehr als 100 Jahren auch pharmakologisch genutzt werden. Weitere Anwendungsgebiete sind die Verwendung als Lockstoffe für Insektenfallen und vor allem auch der Einsatz als Geschmacks- oder Geruchsstoff in Kosmetika und Parfums.

 

In der Hanfpflanze wurden bislang über 120 Terpene gefunden. Zu den Terpenen mit dem größten "Wiedererkennungswert" zählt dabei sicher das Monoterpen Limonen, dass unter anderem für den besonderen Duft von Zitrusfrüchten Sorge trägt. Weitere wichtige Terpene der Hanfpflanze sind:

  • Pinen, die auch in Nadelbäumen vorkommen und denen man antibiotische und antibakterielle Eigenschaften nachsagt:
  • Linalol, das in Minze, Lavendel und vielen Zitrusfrüchten enthalten ist und dem man eine angstlösende Wirkung attestiert;
  • Das unter anderem in Salbei, Basilikum und echtem Eukalyptus zu findende Cineol, dem man ebenfalls antiseptische und antibakterielle Eigenschaften unterstellt.

Eng verwandt mit den Terpenen sind Terpenoide. Während Terpene reine Kohlenwasserstoffverbindungen sind, zeichnen sich Terpenoide durch sogenannte charakteristische Gruppen aus. Charakteristische (oder auch funktionelle) Gruppen bestimmen maßgeblich die Stoffeigenschaften und das Reaktionsverhalten der sie tragenden chemischen Verbindung - mit anderen Worten: Chemische Verbindungen mit gleichen charakteristischen Gruppen weisen ähnliche Eigenschaften auf und werden daher oft in Stoffklassen zusammengefasst. Gegenwärtig sind uns mehr als 30.000 Terpenoide bekannt.