Könnte Cannabis vor Corona schützen ?


Forschende der Oregon State University fanden heraus, dass Cannabinoide den Eintritt des Virus in die Zellen blockieren und somit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus schützen. Die Säuren CBGA (Cannabigerolsäure) und CBDA (Cannabidiolsäure) sollen das Spike-Protein binden und den Eintritt von Sars-CoV-2 in die Zellen verhindern. Das war bereits anfang 2022 bekannt.

 

Der Vorteil der untersuchten Cannabinoide ist laut den Forschenden, dass sie weit verbreitet und leicht verfügbar sind. "Diese Cannabinoidsäuren sind in Hanf und in vielen Hanfextrakten reichlich vorhanden", sagte Studienleiter Richard van Breemen. Im Gegensatz zum bekannten Tetrahydrocanabinol (THC) sind CBGA und CBDA nicht psychoaktiv. Zudem sind sie gut verträglich und sicher.

 

Entsprechende Präparate mit den Cannabinoide können van Breemen zufolge über den Mund eingenommen werden und sollen auch bei einer Infektion mit dem Coronavirus die Symptome abschwächen.

 

Auf das Spike-Protein im Virus zielen auch die Covid-19-Impfstoffe und Antikörpertherapien ab. Cannabinoide binden ebenfalls an die Spike-Proteine, sodass diese wiederum nicht an das körpereigene Enzym ACE2 binden können. Die Zelloberflächenrezeptoren befinden sich auf der äußeren Membran von Endothelzellen in der Lunge und anderen Organen. "Das bedeutet, dass Hemmstoffe für den Zelleintritt, wie die Säuren aus Hanf, verwendet werden könnten, um eine Sars-CoV-2-Infektion zu verhindern", erklärte van Breemen. Zudem könnten sie auch Infektionen verkürzen, indem sie die weitere Vermehrung der Viren blockierten.

 

Die Forschungsergebnisse zeigen darüber hinaus, dass die Hanfverbindungen gegen die Variante B.1.1.7 (besser bekannt als Alpha-Variante) und die als Beta-Variante bezeichnete Variante B.1.351 wirksam waren.

 

Noch liegen zwar keine offiziellen Ergebnisse vor, van Breemen ist aber zuversichtlich, dass die Wirkungsweise auch bei neueren Mutanten gleich wäre: "Unsere Daten zeigen, dass CBDA und CBGA gegen die beiden von uns untersuchten Varianten wirksam sind, und wir hoffen, dass sich dieser Trend auch auf andere bestehende und künftige Varianten ausweiten wird."

 

Quelle: ntv.de, hny

 


Zu diesem Thema: Uschi Eichinger im Interview mit Thorsten Klein von der Odenwälder Hanf-Manufaktur vom 12.03.2026 -- einfach auf das Bild klicken!